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       Gegen die Beschneidung von Mädchen in Europa und Afrika
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Startseite | News und Termine | News vom 12.01.2005

Düsseldorf, den 12.01.2005 (Update 14.01.05)

Flutkatastrophe

Die Flut trifft auch Ostafrika!
Somalia braucht jetzt dringend Hilfe!

Die Flutwelle aus dem Indischen Ozean hat auch vor dem afrikanischen Kontinent nicht halt gemacht. Obwohl die Opferzahlen hier geringer sind als in den Ländern Asiens, sind die Folgen für die betroffenen Menschen nicht minder verheerend. Daher bittet "stop mutilation e.V." um Hilfe für die Flutopfer in Somalia.

Flutschäden in Somalia

Bisher sind 298 Menschen in Somalia durch die Flut gestorben und annähernd 17.000 Menschen wurden obdachlos. Insgesamt sind über 54.000 Menschen in Somalia direkt von der Flut betroffen. Auch hier traf es vor allem Kinder, Frauen, ältere Menschen und Fischer.

Unsere Partnerorganisationen SWODA und DANDOR berichten von schlimmen Zerstörungen in den Provinzen Nugaal, Mudug und Bari. Aufgrund seiner geographischen Lage hat es das Horn von Afrika besonders getroffen. Die stärksten Verwüstungen richtete die Flutwelle in der Stadt Xaafuun auf der Halbinsel Hafun an. Häuser, Schulen und Geschäfte sind dort größtenteils völlig zerstört. Viele Menschen haben alles verloren und stehen vor dem Nichts. Sie brauchen sofort Hilfe in Form von Nahrung, Kleidung, medizinischer Versorgung und finanzieller Unterstützung.

Flutschäden in Somalia

Die Flut hat leider auch das Krankenhauses in Xaafuun getroffen. Das Krankenhaus in Xaafuun wird von unserer Partnerorganisation Sowda betrieben und arbeitet eng mit dem von uns unterstützten "General Hospital Maternity" in Bosaso zusammen. Das "General Hospital Maternity" ist das einzige Mutter-Kind-Krankenhaus in Somalia. In jahrelanger Arbeit haben wir das Krankenhaus mit medizinischen Geräten ausgestattet und als Geburtsklinik mit Fachpersonal eingerichtet. So können beschnittene Frauen gut versorgt werden, denn als Folge der Genitalverstümmelung kommt es häufig zu schweren Komplikationen bei der Geburt. Gleichzeitig versucht das medizinische Personal mit Aufklärungskampagnen die Patientinnen zu überzeugen, ihre Töchter nicht beschneiden zu lassen.

Flutschäden in Somalia

Die Katastrophe trifft Somalia gerade zu einem Zeitpunkt, an dem sich die schwierige politische und soziale Lage zu bessern scheint. Erst vor wenigen Monaten wurde nach 14 Jahren Bürgerkrieg ein Präsident gewählt und das Parlament soll dieses Jahr endlich wieder aus dem Exil in Kenia nach Somalia zurückkehren.

Die Menschen in Somalia brauchen jetzt unsere Hilfe! Daher werden wir

  • direkte Hilfe in Form von Kleidung und medizinischer Versorgung leisten.

  • das Krankenhaus in Xaafuun wieder aufbauen.

  • den Wiederaufbau und die Stabilisierung Somalias mit Bildung und Aufklärung unterstützen.

Wir hoffen, dass die beeindruckende Hilfsbereitschaft für die Flutopfer in Asien auch die Flutopfer in Somalia erreicht. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit einer Spende:

Spendenkonto: stop mutilation e.V.
Kontonummer: 0160443000
BLZ: 300 800 00
Bank: Dresdner Bank AG
Stichwort: Flutopfer

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung und danken Ihnen für Ihre Hilfe

Jawahir Cumar (Vorstand)

stop mutilation e.V.

Der Verein "stop mutilation e.V." setzt sich seit 1996 gegen die Genitalverstümmelung von Frauen und Mädchen in Somalia und Deutschland ein. Neben Informationsveranstaltungen in Deutschland werden vor allem Bildungs- und Aufklärungskampagnen in Somalia durchgeführt, um die Menschenrechte der Frauen und Kinder zu stärken. Als zentrales Projekt hat "stop mutilation e.V." das Mutter-Kind-Krankenhaus in Bosaso aufgebaut und unterstützt es mit technischer und finanzieller Hilfe. Damit möchte "stop mutilation e.V." auch die Lebensbedingungen in Somalia verbessern und beim Wiederaufbau des Landes helfen.

Kontakt:

Jawahir Cumar
Krefelder Str. 165
D-40549 Düsseldorf
Telefon: +49 (211) 5 06 57 45
Mobil: +49 (162) 8 57 83 07
E-Mail: j.cumar@stop-mutilation.org
Internet: www.stop-mutilation.org

Weiterführende Links zur Flut in Afrika:

HorseedNet vom 14.01.05:
UNka oo laga sugayo Warbixin kusaabsan khasaarihii Tsunamiga ee Somaliya iyo Masawiro Xafuun oo weli sugaysa gurmad caalami ah

BBC NEWS World Edition vom 13.01.05:
Somalis struggle to rebuild lives

Deutsche Welle - DW-WORLD.de vom 08.01.05:
Tsunami-Verwüstungen in Afrika

HorseedNet vom 07.01.05:
Hay'ada ugu weyn ee dhinaca Bada ee Puntland "Ocean Training & Promotion" oo tirakoob ku sameysay khasaaraha soo gaaray xeebaha Puntland

Channel NewsAsia International vom 06.01.5:
Death toll in Somali tidal wave climbs to nearly 300

die tageszeitung vom 06.01.05:
Somalia, das vergessene Krisengebiet, braucht internationale Hilfe

Süddeutsche Zeitung vom 06.01.05:
Tsunami - Die Vergessenen der Welle

ZDFHeute.de vom 06.01.05:
Wo ist Hilfe für Afrika? Unterstützung vor allem für Asien

GREENPEACE MAGAZIN vom 05.01.05:
Hilfe für Tsunami-Opfer in Somalia läuft nur schleppend an

n-tv.de vom 05.01.05:
Bevor die Welle hereinbrach. Hummerfänger mit fetter Beute

die tageszeitung vom 29.12.04:
Weiße Flecken auf der Karte: Die Flut der Fernsehbilder spiegelt nicht das Ausmaß der realen Flut

REUTERS AlertNet vom 29.12.04:
Up to 50,000 Somalis need aid after tsunami-UN

Für den Überblick über unsere Arbeit empfehlen wir Ihnen unseren
Info Flyer

Aktuelle Meldungen

12.04.2010
Politik kämpft gegen Genitalverstümmelung
Die Düsseldorfer Bürgermeisterin will das Thema auf die Tagesordnung setzen.

04.02.2010
Waris Dirie startet Kampagne
In Berlin wurde die internationale Kampagne "STOP FGM NOW!" vorgestellt. stop mutilation ist eine der Partnerorgani­sationen.

23.09.2009
Thema bei "stern TV"
In der Sendung "stern TV" auf RTL ging es am 23.9.2009 auch um das Thema weibliche Genitalbeschneidung. Moderator Günther Jauch hatte zwei mutige Frauen zu Gast: unsere Vorstandssprecherin Jawahir Cumar und eine Frau, die sich gegen die Beschneidung ihrer Tochter entschieden hat.