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News und Termine | News vom 22.-23. November 2006
Die Fatwa der Internationalen Gelehrten von Al-Azhar gegen FGM

Hiermit bitten wir alle MitstreiterInnen im Kampf gegen FGM, die auf der
„Internationalen Gelehrten-Konferenz über das Verbot der Verstümmelung des
Weiblichen Körpers durch Beschneidung“ in der Al Azhar zu Kairo/Ägypten
errungene Fatwa auf ihre Websites zu übernehmen, um muslimischen Eltern eine
Entscheidungshilfe gegen die Beschneidung ihrer Töchter zu bieten. Sie ist auch
eine Orientierung für in Europa lebende Imame.
Neben dem arabischen Original liegt die Fatwa in französischer, englischer
und deutscher Übersetzung vor und darf kostenlos in jeder Form übernommen und
verbreitet werden. Es steht Ihnen frei, TARGET bei Veröffentlichung/Verwendung
zu erwähnen. Bitte helfen Sie auf diese Weise mit, weitere Mädchen vor der
genitalen Beschneidung / Verstümmelung zu bewahren. Gerne dürfen diese Mail wie
auch die Fatwa an Ihre eigenen Verteiler weitergeleitet werden.
Die Konferenz fand statt am 22. und 23. November 2006 in der
Azhar-Universität zu Kairo, dem „Mekka der Gelehrten“. Sie stand unter der
Schirmherrschaft des Großmufti Ägyptens, Prof. Dr. Ali Dschum’a. Der Beschluss,
die Fatwa, erklärt den Brauch der Weiblichen Genitalverstümmelung
unmissverständlich zu einem strafbaren Verbrechen, das gegen höchste Werte des
Islam verstößt.
Teilnehmer waren neben dem Mufti der Großscheich von Al-Azhar, Prof. Dr.
Muhammad Sajjid Tantawi; der frühere Großmufti Ägyptens Prof. Dr. Nasr Farid
Wasil; der ägyptische Minister für Religiöse Stiftungen, Prof. Dr. Mahmud Hamdi
Zakzuk; Frau Muschira Chattab, Sonderbotschafterin der Präsidentengattin Susanne
Mubarak; der Gelehrte Prof. Dr. Yusuf Qaradawi aus Qatar sowie Gelehrte aus
mehreren afrikanischen Ländern, aus Österreich und Rüdiger Nehberg als
Initiator.
Organisiert und bezahlt wurde die Konferenz von TARGET-Ruediger Nehberg.
Bezuschusst wurde sie vom BMZ.
Die Fatwa von Al-Azhar gilt in obersten islamischen Kreisen als wichtigste
Voraussetzung, dem Brauch mit theologischen wie medizinischen Argumenten zu
begegnen. Ihre Verbreitung rettet Leben.
Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Nehberg/Annette Weber
TARGET Ruediger Nehberg
Buero Trittau
Poststraße 11
22946 Trittau
Germany
Tel.: 0049
(0) 4154/794 888
Fax: 0049
(0) 4154/794 889
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ACHTUNG! AKTUELL! - - - - -
1. „Die
‚Sache’ - Feldzug gegen ein Tabu“, der Dokumentarfilm über TARGETs Arbeit gegen
Genitalverstümmelung, auf dem WorldMediaFestival mit dem GOLD und dem SPECIAL
AWARD für „herausragende gesellschaftliche Verbesserungen“ ausgezeichnet, jetzt
als DVD erhältlich.
2. Seit 23.11.06 im Handel: das Buch zum Thema von Rüdiger Nehberg und
Annette Weber: "Karawane der Hoffnung" über TARGETs Arbeit gegen
Genitalverstümmelung.
Tübingen, den 30.09.2003
„Schnitt in die Seele“ – das neue Buch von TERRE DES FEMMES zum Thema weibliche Genitalverstümmelung
Bewegung gegen weibliche Genitalverstümmelung gewinnt an Kraft
Noch immer werden jährlich 2 Millionen Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt. Weltweit mussten bereits 150 Millionen Frauen dieses Schicksal erleiden. AktivistInnen und Betroffene informieren in der neuen TERRE DES FEMMES-Publikation sensibel und kompetent über das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung.
Das Buch sammelt Artikel und Interviews aus dreizehn Ländern – aus Äthiopien, Ägypten, Burkina Faso, Deutschland, Frankreich, Gambia, Kamerun, Kenia, Nigeria, Senegal, Somalia, Tansania und den USA – und fördert damit ein breites Spektrum an Sichtweisen und Aktionen zu Tage. In 25 Beiträgen berichten die AutorInnen von der Aufklärungsarbeit gegen die Praktik in Afrika bis hin zur Beratung von MigrantInnen in Deutschland. Sie eröffnen einen Blick auf die Asylproblematik in unserem Land sowie auf den strafrechtlichen Umgang mit genitaler Verstümmelung in Afrika und Europa. Exkurse über die Verstüm-melung der weiblichen Genitalen im Europa des 19. Jahrhunderts sowie über männliche Beschneidung runden den Inhalt ab.
Bei der weiblichen Genitalverstümmelung handelt es sich um Eingriffe an den äußeren weiblichen Genitalien. Fast ausnahmslos werden Klitoris und kleine Schamlippen (Labien) zum Teil oder vollständig entfernt. In etwa 15 Prozent aller Fälle werden außerdem die äußeren Labien teilamputiert und so miteinander vernäht, dass lediglich eine reiskorngroße Öffnung verbleibt. Viele Betroffene tragen massive Beeinträchtigungen ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit davon, die nicht mehr rückgängig zu machen sind.
Die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES engagiert sich im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit und direkter Hilfe in Afrika seit mehr als 20 Jahren gegen diese schädliche traditionelle Praktik.
Das Buch „Schnitt in die Seele“ (320 Seiten, Broschur) ist ab 10. Oktober zum Preis von 12,90 Euro (zzgl. Versand) bei TERRE DES FEMMES sowie über den Buchhandel (ISBN 3-935964-28-5) erhältlich.
Für Rezensionsexemplare und weitere Informationen wenden Sie sich an die TERRE DES FEMMES-Referentin Gritt Richter unter Tel.: 07071/7973-0.
Weitere Informationen per e-mail: genitalverstuemmelung@frauenrechte.de
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